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AUFGEDECKT! ▷ Teebaumöl gefährlich bei falscher Anwendung…

Lesezeit: 9 min
AUFGEDECKT! ▷ Teebaumöl gefährlich bei falscher Anwendung…

teebaumöl gefährlich

Teebaumöl gilt als wahres Wundermittel der Natur. Es hilft gegen vielerlei Probleme und Krankheiten, so die weit verbreitete Meinung. Allerdings kann Teebaumöl auch durchaus gefährlich sein, denn es ist nicht frei von Nebenwirkungen! Was genau zu beachten ist, klären wir jetzt auf…

Teebaumöl – Der Alleskönner

Das Teebaumöl wird aus dem in Australien beheimateten Teebaum (Melaleuca alternifolia) gewonnen. Es ist bereits seit vielen Jahren ein beliebtes Hausmittel, das bereits die australischen Ureinwohner (Aborigines) zu schätzen wussten. Die Pflanze gehört zur Familie der Myrtengewächse und enthält die ätherischen Öle Cajeput und Niauli.

Hergestellt wird das mehr oder weniger wohlduftende Öl durch die Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige des Teebaums. Hierbei wird eine Tonne Pflanzenmaterial benötigt, um nach zwei bis drei Stunden Destillation etwa zehn Liter Teebaumöl zu gewinnen. Dieses hat eine klare und leicht gelbliche Farbe sowie einen würzigen Geruch, den sensible Nasen auch gerne mal als unangenehm einstufen. Die heilende sowie antiseptische, bakterizide und fungizide Wirkung hat das Teebaumöl vor allem den beiden Verbindungen Terpinen und Cineol zu verdanken

Entdeckung von Teebaumöl als Heilmittel

James Cook brachte das Teebaumöl nach Europa, was laut Aufzeichnungen um 1770 stattfand. Damals beobachtete er, wie die Aborigines Probleme mit der Haut sowie Wunden mit einem Sud aus den Teebaumblättern verarzteten.

Die Entdeckung geriet dann aber wieder in Vergessenheit. Erst seit 1925 wird das ätherische Öl destilliert. Damals wurde dann auch seine Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen. Heute schwören viele auf das Teebaumöl und verwenden es für die Behandlung vielerlei Probleme und Krankheiten. Die gängigsten Einsatzzwecke des Teebaumöls werden wir nachfolgend beleuchten.

Teebaumöl fungizide Wirkung gegen Nagelpilz

Einer der Verwendungszwecke des Teebaumöls ist das Bekämpfen von Nagelpilz an Händen oder Füßen. Hierbei kommt dem Naturprodukt seine desinfizierende und keimabtötende (antiseptische) Wirkung zugute.

Um einen Nagelpilz mit Teebaumöl zu behandeln, tränken Sie eine Mullbinde mit verdünntem Teebaumöl (ca. 25 bis 50 %) und wickeln diese dann um den infizierten Nagel. Zudem ist es ratsam, den Nagel täglich mit dem verdünnten Öl einzureiben. So kann das Teebaumöl direkt gegen den Pilz wirken.

Teebaumöl gegen Wespen

Während Wespen von einigen Dingen wie süßen Lebensmitteln und Fleisch angezogen werden, mögen sie den Geruch von Teebaumöl nicht. Wenn Sie dieses auf Kissen, Hölzer oder ähnliches träufeln oder auf Ihrer Haut verteilen, werden Sie aller Voraussicht nach Ruhe vor den schwarzgelben Plagegeistern haben.

Das Problem ist nur, dass sich auch viele Menschen an dem Geruch von Teebaumöl stören. Somit ist dieser Tipp nur für alle, für die das nicht gilt. Zudem funktioniert diese Wespenabwehr auch primär drinnen in kleinen Räumen, da der Duft draußen recht schnell verfliegt.

Teebaumöl gegen Mücken

Die vertreibende Wirkung bei Wespen ist auch auf weitere fliegende Plagegeister wie eben Mücken übertragbar. Auch sie mögen den Geruch des Teebaumöls nicht. Somit können Sie sich auch vor Mücken Ruhe verschaffen, indem Sie sich mit Teebaumöl einreiben oder eine Schüssel bzw. eine Duftlampe mit verdünntem Teebaumöl aufstellen.

Allerdings gelten auch hier die gleichen Probleme wie bei der Mückenabwehr, dass es primär in geschlossenen Räumen funktioniert. Dies kann ganz praktisch für das Schlafzimmer sein, wenn sich in dieses Mücken verirrt haben. So können Sie diese vertreiben und für einen ruhigen Schlaf sorgen.

Teebaumöl gegen Zecken

Auch gegen Zecken kann Teebaumöl helfen. Zwar lassen sich nicht alle Zeckenarten von dem Geruch des Öls fernhalten, den Sie z. B. auf die Haut aufgetragen oder durch ein beträufeltes Textil verströmen können. Somit kann es dennoch zu einem Zeckenbiss kommen, aber die Anzahl kann durchaus reduziert werden.

Die heilenden Wirkungen des Teebaumöls können die Heilung nach einem Zeckenbiss beschleunigen. Denn es desinfiziert und tötet Keime ab. Bevor Sie das Teebaumöl auf die Stelle auftragen, muss aber natürlich zunächst die Zecke entfernt werden. Danach kann das Teebaumöl mehrmals am Tag mit einem Wattestäbchen auf den Zeckenbiss aufgebracht werden.

Hilft Teebaumöl auch gegen Pickel?

Vor allem Jugendliche, aber auch viele Erwachsene leiden unter Pickeln, Mitessern und weiteren Hautunreinheiten. Eines der klassischen Einsatzgebiete von Teebaumöl ist der Kampf gegen diese. Denn es wirkt mit seiner antibakteriellen entzündungshemmenden Wirkung als natürliches Anti-Pickelmittel.

Möchten Sie Teebaumöl im Kampf gegen Pickel und Co einsetzen, gehen Sie wie folgt vor: Reinigen Sie zunächst das Gesicht bzw. die betroffene Hautpartie gründlich, z.B. mit einem sanften Waschgel. Danach geben Sie ein paar Tropfen Teebaumöl auf ein sauberes Wattestäbchen. Mit diesem tupfen Sie dann die unreinen Hautstellen oder Pickel gezielt ab. Sollte eine großflächige Behandlung notwendig sein, verwenden Sie stattdessen ein Wattepad und tupfen damit über die betroffenen Stellen. Achten Sie aber darauf, dass das Teebaumöl nie auf offene Wunden geraten sollte.

Teebaumöl gegen Herpes

Auch im Kampf gegen Herpes an Lippe oder Nase ist Teebaumöl ein bewährtes Mittel. Hierbei wirkt es besonders in den ersten beiden Stadien der Herpes-Infektion gegen die Herpes-Viren. Die erste Phase äußert sich vor allem durch Kribbeln, Jucken und Brennen im Bereich der Lippen. Auch Hautirritationen wie Rötungen und ein Spannungsgefühl können Anzeichen sein. Im zweiten Stadium bilden sich dann kleine Bläschen, die im Falle von Fieberbläschen mit einer klaren, besonders ansteckenden Flüssigkeit gefüllt sind.

In beiden Stadien ist Teebaumöl ein Mittel der Alternativmedizin gegen Herpes. Betupfen Sie hierfür die betroffenen Stellen regelmäßig mit einem in Teebaumöl getränkten Wattestab. Im Falle der Fieberbläschen sollte dies ca. einmal pro Stunde erfolgen.

Wichtiger Hinweis: Bei einer fortgeschrittenen Infektion sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies gilt vor allem bei Nasenherpes, bei dem die Schleimhäute befallen sind.

teebaumöl gegen herpes

Nachteile und Nebenwirkungen

Dermatologen und die Experten des BfR (Bund für Risikobewertung) warnen vor den Haut reizenden und allergenen Bestandteilen des Teebaumöls. Die schädlichen Substanzen entstehen vor allem durch den Oxidationsprozess, der für ein Naturprodukt wie dieses typisch ist. Bei der Anwendung von Teebaumöl ist also durchaus auch Vorsicht walten zu lassen. Unverdünnt und damit in hochkonzentrierter Form hat es eine allergene Wirkung und kann zudem auch Kontaktekzeme auslösen. Nicht jede Haut verträgt Teebaumöl.

Das Risiko von Allergien ist besonders hoch, wenn das Teebaumöl nicht vor Licht und Luft geschützt gelagert wird oder bereits alt ist. Dies führt dazu, dass die Terpene durch den Kontakt mit Sauerstoffradikalen degenerieren.

Achtung! Konzentriertes Teebaumöl wird als gesundheitsschädlich eingestuft. Wird es versehentlich verschluckt, kann dies zu Schädigungen der Lunge führen.

Zudem ist Teebaumöl nicht als Arzneimittel zugelassen. Dies bedeutet, dass es auch nicht auf eventuelle Nebenwirkungen oder Risiken für die Gesundheit hin untersucht wurde. Sie sollten Teebaumöl auch nicht auf offenen Wunden anwenden. Es fördert zwar die Blutgerinnung und hat eine antiseptische Wirkung. Jedoch brennt es in der Regel beim Auftragen auf Wunden stark. Gerade empfindliche Personen sollten hier zu milderen Mitteln wie Kamille greifen. Zudem hat Teebaumöl seinen eigenen Geruch, welchen nicht jeder mag bzw. verträgt.

Teebaumöl Shampoo

Selbst als Shampoo für die Haare wird das Multitalent Teebaumöl eingesetzt. Dort hat es eine beruhigende und heilende Wirkung bei gereizter und angegriffener Kopfhaut. Zudem kann Teebaumöl Schuppen reduzieren oder diese sogar komplett verschwinden lassen sowie Haarausfall mindern und Haarwuchs anregen. Auch der Juckreiz an der Kopfhaut, unter dem viele leiden, kann gelindert werden. Zudem verhindert die antiseptische Wirkung des Teebaumöls das schnelle Nachfetten, was unter anderem gegen kleine Pickelchen auf der Kopfhaut hilft. Und die ätherischen Öle des Teebaums können belebend wirken und sind damit besonders angenehm bei der morgendlichen Haarwäsche, um mit einem frischen Gefühl in den Tag zu starten – wenn Sie den Geruch des Teebaumöls denn mögen…

Die Anwendung von Teebaumöl Shampoo erfolgt wie bei jedem anderen Haarshampoo für die regelmäßige Haarwäsche auch. Sie sollten es bei der Anwendung mit kreisenden Bewegungen in die Kopfhaut einmassieren, damit es dort besser wirken kann. Dann lassen Sie es einige Minuten einziehen, bevor Sie es wieder gründlich ausspülen. So kann das Teebaumöl unter anderem Bakterien und Milben, die die Haarfollikel angreifen und z.B. einen Haarausfall verursachen können, abtöten.

Teebaumöl auch bei DM und Rossmann erhältlich?

Teebaumöl erhalten Sie nicht nur in der Apotheke, sondern auch in nahezu jeder Drogerie. Daher können Sie Teebaumöl unter anderem auch bei DM und Rossmann erwerben. Erhältlich ist es sowohl in den Filialen als auch im jeweiligen Online Shop. Alternativ können Sie auch jede andere Drogeriekette aufsuchen, um dort Teebaumöl zu kaufen. Fragen Sie im Notfall, wenn Sie dieses nicht finden, einen VerkäuferIn vor Ort.

FAQ

Nachfolgend beantworten wir einige häufig auftretende Fragen rund um die Wirkung und Anwendung von Teebaumöl.

Wie wendet man Teebaumöl an?

Teebaumöl ist ausschließlich für die äußere Anwendung geeignet. Es darf nicht verzehrt werden. Mögliche Einsatzgebiete sind die Behandlung von Pilzbefall, Hautunreinheiten, Schuppen oder Zeckenbissen. Tragen Sie das Teebaumöl mit einem Wattestäbchen oder einem Wattepad auf, je nach Anwendungsgebiet entweder pur oder verdünnt.

Woher stammt Teebaumöl?

Teebaumöl stammt aus Australien. Dort wird es seit vielen Jahrhunderten von den Aborigines, den australischen Ureinwohnern, verwendet. Gewonnen wird es aus dem Teebaum, der in Australien wächst.

Wirkung auf die menschliche Psyche

Viele ätherische Öle wirken entspannend und stresslindernd auf die Psyche. Das Teebaumöl unter den unterschiedlichen Ölen ganz vorne mit dabei. Es soll Ängste abschwächen und das Selbstvertrauen stärken.

Wie wirkt Teebaumöl gegen Pickel?

Teebaumöl hat eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Dank dieser werden die Verursache von Pickeln und anderen Hautunreinheiten beseitig und die Haut zum Heilen angeregt. So verschwinden die Pickel wieder und weitere werden vorgebeugt.

Wie wirkt Teebaumöl gegen Wespen?

Wespen mögen den Geruch des Teebaumöls nicht. Daher können Sie sich z.B. damit einreiben oder es über eine Duftlampe in der Luft verteilen, um sich die Wespen vom Leib zu halten. Dies funktioniert aber primär in geschlossenen Räumen, da der Geruch draußen schnell wieder verfliegt.

Wie wirkt Teebaumöl gegen Zecken?

Teebaumöl hält einige Zeckenarten fern. Reiben Sie sich damit ein oder tragen Sie ein beträufeltes Kleidungsstück am Körper, können Sie so zumindest einen Teil der Zeckenbisse verhindern. Allerdings hält Teebaumöl nicht alle Zecken fern.

Wie wirkt Teebaumöl gegen Fußpilz?

Das Teebaumöl hat unter anderem eine fungizide Wirkung. Es bekämpft damit den Pilz auf Nägeln sowie auf der Haut und tötet ihn nach und nach ab. So verschwindet der Fußpilz mit der Zeit. Idealerweise wird die Behandlung aber durch Tabletten oder andere Medikamente gegen Fußpilz unterstützt.

Teebaumöl gegen Warzen

Auch gegen Warzen kann der Alleskönner helfen. Insbesondere wenn nach Entdeckung der Warze schnell gehandelt wird. Zur Anwendung sollte das Teebaumöl immer mit Wasser verdünnt werden. Mit einem Wattestäbchen wird die Flüssigkeit dann drei mal täglich aufgetragen.

Teebaumöl im Dampfbad?

Neben dem direkten Auftragen auf die Haut kann auch ein Dampfbad mit Teebaumöl gegen unreine Haut helfen. Dieses öffnet verstopfte Poren und ist zudem wohltuend. Füllen Sie einfach eine Schüssel mit heißem Wasser und einigen Tropfen Teebaumöl. Danach halten Sie das Gesicht darüber und decken den Rest idealerweise mit einem Handtuch ab, damit die Dämpfe nicht zu schnell verfliegen und gezielt wirken können. Danach können Sie die unreine Haut noch mit Teebaumöl betupfen, um die Wirkung zu steigern.

Fazit

Das Teebaumöl entpuppt sich durch seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten als echter Alleskönner. Nicht umsonst haben bereits die australischen Ureinwohner das Mittel angewendet. Allerdings sollte man unbedingt auf eine korrekte Verwendung achten. Das Teebaumöl dient wirklich nur zur äußeren Anwendung. Gelangt es in den Körper, kann es gefährlich werden. Wie immer gilt: Wenn es zu ernsthaften oder schwerwiegenden Erkrankungen kommt, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.


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