Frühlings-Check: So wird das Pferd fit fürs neue Jahr

Bochum (ots) –

Nach den kalten Monaten müssen Pferdebesitzer ihre Tiere jetzt ordentlich auf den Frühling vorbereiten und sie unter die Lupe nehmen. Nur so können sie mögliche Gesundheitsprobleme frühzeitig erkennen und behandeln. Denn mit den steigenden Temperaturen steht die Weidesaison als zu beachtendes Stoffwechselthema vor der Tür. Mit der Weidesaison steigt zudem endlich die Möglichkeit der natürlichen Bewegung des Pferdes – jedoch birgt sie unvorbereitet auch ein höheres Verletzungsrisiko.

„Vorbereitend gehört neben der klassischen Wurmkur auch die langsame Futterumstellung von der reinen Heufütterung auf die fructanreiche Weide zum Frühlings-Check“, erklärt Pferdephysiotherapeutin Julia Greb. Gerne verrät sie in diesem Artikel, wie das Pferd optimal auf die neue Jahreszeit vorbereitet wird.

Warum ein Frühlings-Check wichtig ist

Der Frühling ist eine entscheidende Zeit für Pferde: Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen langsam steigen, müssen sie sich von der Winterzeit auf die Sommersaison umstellen. Zeit für Pferdebesitzer, verschiedene Checkpoints abzuarbeiten, um sicherzustellen, dass ihr Pferd fit für die kommende Saison ist.

Überprüft werden sollten sowohl der Stoffwechsel als auch der Bewegungsapparat des Tieres, denn grundsätzlich ist der Übergang zur Weidesaison mit den größten Verletzungsrisiken bei untrainierten Pferden als auch mit Stoffwechselentgleisungen verbunden. Der Grund: Die Futterumstellung auf der Weide bringt eine Menge Belastungen mit sich, die eine entsprechende Eingewöhnungsphase erfordern. Die folgende Checkliste hilft Pferdebesitzern dabei, ihr Pferd von Kopf bis Huf durchzuchecken, damit einem erfolgreichen Start in die Sommersaison nichts im Wege steht.

1. Angemessene Bewegung im Frühling

Nach dem Winter haben Pferde einen höheren Bewegungsdrang, den Pferdebesitzer bei der Vorbereitung auf die kommende Saison unbedingt berücksichtigen sollten. Darüber hinaus werden im Frühling zur Weidesaison Rangsituationen in Herden geklärt, die zu unvorhersehbaren Situationen führen können. Hier sollten Pferdebesitzer unbedingt auf eine optimale Vorbereitung achten, um Verletzungen und Blockaden im Bewegungsapparat zu vermeiden.

2. Trainingsplan auf Basis des Istzustands

Um das Pferd überhaupt für die Weidesaison fit machen zu können, muss zunächst der Istzustand des Bewegungsapparates festgestellt werden. Auf dieser Grundlage sollte anschließend ein Trainingsplan erstellt werden, der darauf abzielt, die Muskulatur des Pferdes zu stabilisieren. Um Verletzungen zu vermeiden, wenn das Tier wieder aktiv wird, sollte der Trainingsplan alle drei Gangarten berücksichtigen. Drei bis vier Trainingstage pro Woche sind ideal, um das Pferd erfolgreich auf die Sommersaison vorzubereiten.

3. Entgiftung des Stoffwechsels

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Entgiftung des Stoffwechsels des Pferdes. Wurde seit längerem keine Entgiftungskur durchgeführt, ist es ratsam, sich vor Beginn der kommenden Saison darum zu kümmern. Inzwischen gibt es spezielle Präparate auf dem Markt, mit der sich Entgiftungskuren einfach und unkompliziert durchführen lassen, damit das Pferd fit und gesund bleibt. Hier werden Schadstoffe gezielt ausgeleitet und die Entgiftungsorgane gestärkt, was zu einer Entlastung des Stoffwechsels führt.

4. Berücksichtigung der allgemeinen psychischen Verfassung

Die Wintermonate können für Pferde mental eine echte Herausforderung sein. Entsprechend wichtig ist es, auch die psychische Verfassung des Tieres nicht außer Acht zu lassen. Frustmomente können im schlimmsten Fall zu unerwünschtem Verhalten gegenüber Artgenossen führen. Hier empfiehlt es sich, regelmäßig Spaziergänge mit dem Pferd zu unternehmen, um für die nötige Entspannung zu sorgen. Ein großes Plus ist, dass Spaziergänge positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel und Bewegungsapparat des Pferdes haben, was zusätzlich zur Vorbereitung auf die Sommersaison beiträgt.

Über Julia Greb:

Julia Greb hilft Pferdebesitzern, ihr Pferd gesundheitlich zu verstehen und Auffälligkeiten erfolgreich im Team mit den Tiertherapeuten in ihrer Rehaklinik für Pferde zu managen. Dank ihrer über zehnjährigen Erfahrung als Tierphysiotherapeutin und -osteopathin kennt sie sich perfekt aus und kann schon voraussehen, welche Schritte folgen müssen, damit das Pferd gesund wird und es auch langfristig bleibt. Nun gibt sie ihr Fachwissen auch in Form von Ausbildungen an andere weiter. Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.zentrum-fuer-tierisches-wissen.de.

Pressekontakt:
Julia Greb

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