Julia Greb: Pferd fit für den Winter machen

Bochum (ots) –

Noch genießen alle die letzten Sommerabende auf der Pferdekoppel. Doch der Winter steht fast schon vor der Tür. Anstrengende Wochen stehen bevor – sowohl für Mensch als auch für Tier. So können Pferdebesitzer gar nicht früh genug mit den Vorbereitungen für die kühle Jahreszeit beginnen. Julia Greb kann das nur bestätigen. „Wer sein Pferd gesund und munter durch die kühlen Tage bringen will, der bereitet es so früh wie möglich darauf vor“, rät die Tierphysiotherapeutin und -osteopathin.

„Die Vorbereitungen für den Winter fangen bei der Ernährung an und enden beim Training“, erklärt Julia Greb. Doch wie genau stimmen Pferdehalter ihre Vierbeiner bestmöglich auf die kalte Jahreszeit ein?

Längere Aufwärmphasen

Im Winter braucht das Pferd längere Aufwärmphasen als im Sommer. 20 Minuten sind dabei ein guter Richtwert und das Minimum, das Pferde benötigen. Am besten dauert das Aufwärmen aber noch länger als 20 Minuten – sei es vom Boden aus oder geritten.

Dasselbe gilt für die Trabphasen vor dem Galopp. In den kühlen Monaten dürfen sie gerne länger sein. Im Idealfall bauen Pferdehalter schon im Schritt verschiedene Gymnastikübungen mit ein. So werden nicht nur die Muskeln des Vierbeiners dehnbarer und geschmeidiger. Auch der Sehnen-Band-Apparat läuft langsam zur Hochform auf. Und je aktiver die Muskeln und der Sehnen-Band-Apparat, desto niedriger das Verletzungsrisiko.

Winterequipment besorgen

Im Winter ist die Muskulatur des Pferdes besonders sensibel. Umso besser müssen Pferdehalter die Kälte und Nässe vor ihr abschirmen. Dazu benötigt es auf den Winter abgestimmtes Equipment, das die Muskeln warm hält. Ideal für das Training in der Halle sind beispielsweise Ausreitdecken. Genauso wichtig sind Gamaschen. Zuverlässig schützen sie die Muskeln vor niedrigen Temperaturen und fördern die Durchblutung des Sehnen-Band-Apparats.

Der Winterspeiseplan

Im Sommer verbrauchen Pferde deutlich weniger Energie als im Winter. So verlangt die kühle Jahreszeit nach einem neuen Speiseplan. Ab sofort landet sichtbar mehr Futter im Trog. Denn nur auf diese Weise können die Tiere auch bei Minusgraden ihre Körpertemperatur halten. Um den Energiebedarf zu decken, sind außerdem Nahrungsergänzungsmittel eine Option. Sie sorgen darüber hinaus für muskuläre Entspannung und eine bessere Regeneration.

Die Witterung im Blick halten

Im Winter ist der Boden oft nass, matschig und rutschig. Da kommt das Pferd schnell ins Schlittern. Umso höher fällt das Verletzungsrisiko aus. Nicht ohne Grund stimmen verantwortungsbewusste Reiter ihr Training deshalb auf die Witterung ab. Sinnvoll ist, sich vorab über die Wetterverhältnisse zu informieren und die Aktivitäten danach zu planen.

Auf das Pferd eingehen

Verkühlungen im muskulären Bereich sind in der Übergangszeit oft nur eine Frage der Zeit. Vielen ist die Deckenzeit zu mühselig und man zögert oft zu lang, bis das Pferd eingedeckt wird. Darüber hinaus sollten Pferdebesitzer beachten, dass ihr Pferd im Herbst und Winter ein geringeres Bewegungspensum hat.

Wahrscheinlich verbringt es mehr Zeit in der Box oder auf einem Paddock. Die reduzierte Bewegung kann bei vielen Pferden für mehr Impulsivität sorgen – eine heikle Situation, da sich viele Pferde dadurch schneller verletzen. Umso wichtiger ist es, das Tier in seinem Bewegungsdrang leicht zu unterstützen. So braucht es vor dem Training ein längeres Dehnprogramm. Muskeln, Sehnen und Bänder verlangen Extraeinheiten, um in Schwung zu kommen.

Über Julia Greb:

Julia Greb hilft Pferdebesitzern, ihr Pferd gesundheitlich zu verstehen und Auffälligkeiten erfolgreich im Team mit Tiertherapeuten zu managen. Dank ihrer über zehnjährigen Erfahrung als Tierphysiotherapeutin und -osteopathin kennt sie sich perfekt aus und kann schon voraussehen, welche Schritte folgen müssen, damit das Pferd gesund wird und es auch langfristig bleibt. Nun gibt sie ihr Fachwissen auch in Form von Ausbildungen an andere weiter. Weitere Informationen finden Interessierte unter: https://anivet.institute/

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Julia Greb
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