Die ersten sechs Kliniken erhalten neues Gütesiegel für erfolgreiche Integration

Hamburg (ots) –

Erstmalig ist jetzt das neue Gütesiegel für Arbeitgeber „Best Places to Work for International Nurses in Germany“ vergeben worden. Insgesamt sechs deutsche Kliniken erhalten das Gütesiegel für erfolgreiche Integration: die Universitätsmedizin Göttingen, das Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg, das Universitätsklinikum Tübingen, das Sana Klinikum Offenbach, das Universitätsklinikum Regensburg sowie das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen GmbH. „Die prämierten Kliniken bieten internationalen Pflegefachkräften in Deutschland gute Arbeitsbedingungen“, sagt Grace Lugert-Jose, interkulturelle Beraterin und Trainerin aus Hamburg, die das neue Gütesiegel nach festgelegten Kriterien und genauer Prüfung vergibt.

Das Gütesiegel „Best Places to Work for International Nurses in Germany“ ist für Arbeitgeber aus dem Gesundheitsbereich entwickelt worden, die internationale Pflegekräfte beschäftigen. „Ziel des neuen Gütesiegels ist, gute Arbeitgeber für ihre Leistungen anzuerkennen“, erläutert Grace Lugert-Jose, die sich auf die Integration internationaler Pflegefachkräfte in Deutschland spezialisiert hat. „Gleichzeitig soll die Auszeichnung internationalen Fachkräften Orientierung bieten.“

Die jetzige Auszeichnungsrunde ist die Premiere für die „Best Places to Work for International Nurses in Germany“. Insgesamt sechs Einrichtungen haben den kompletten Auswahlprozess geschafft:

– Universitätsmedizin Göttingen

– Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg

– Universitätsklinikum Tübingen

– Sana Klinikum Offenbach

– Universitätsklinikum Regensburg

– Kreiskrankenhaus Schrobenhausen GmbH

Der Auswahlprozess der Arbeitgeber erfolgte in mehreren Schritten: Zunächst wurden internationale Pflegefachkräfte über Social Media gebeten, ihre Arbeitgeber als „Best Places to Work for International Nurses“ vorzuschlagen und eine erste Bewertung abzugeben. Dieser Aufruf zur Befragung erreichte insgesamt knapp über 50.000 internationale Pflegefachkräfte. „Die internationalen Pflegefachkräfte entscheiden somit selbst, wer auf die Liste der besten Arbeitgeber kommt“, sagt Grace Lugert-Jose. Im nächsten Schritt kontaktierte Grace Lugert-Jose einige internationale Fachkräfte dieser Kliniken nach dem Zufallsprinzip und befragte sie. Im letzten Schritt wandte sich Grace Lugert-Jose direkt an die Arbeitgeber und schickte ihnen als zusätzliche Validierung einen ausführlichen Fragebogen zu ihrem Integrationskonzept. Grace Lugert-Jose: „Erst wenn auch dieser Fragebogen schlüssig mit den vorangegangenen Schritten war, kann die Einrichtung das Gütesiegel erhalten.“

Grace Lugert-Jose betont, dass aufgrund der Größe des gesamten deutschen Marktes kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht. Es können sich aber auch Arbeitgeber von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aus eigener Initiative um dieses Gütesiegel bewerben. „In diesem Fall wird eine anonyme Online-Befragung der internationalen Mitarbeitenden im Betrieb durchgeführt“, sagt die Wirtschaftspsychologin aus Hamburg. Dies sei auch komplett DSGVO-konform, da keinerlei persönliche Daten abgefragt werden. Bei einem guten Ergebnis der Befragung entscheide dann der Arbeitgeber, ob er in die Arbeitgeberliste aufgenommen werden möchte.

Anlass, das neue Gütesiegel zu entwickeln, war für Grace-Lugert-Jose eine aktuelle Studie, die gezeigt hatte, wie unzufrieden viele internationale Pflegefachkräfte in Deutschland sind. Hier sieht Grace Lugert-Jose angesichts des Pflegenotstandes in Deutschland dringend Verbesserungsbedarf. Das neue Gütesiegel leiste einen Beitrag dazu: „Wenn die internationalen Pflegefachkräfte hören, dass einige Kliniken in Deutschland ein Gütesiegel für gelungene Integration erhalten haben, bewerben sie sich sicher gezielt dort – und arbeiten dort gern.“

Die Freude bei den prämierten Kliniken ist groß. Einige Statements:

Universitätsmedizin Göttingen

Helle Dokken, Pflegedirektorin in der UMG: „Der Pflegedienst der UMG ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und auch bunter geworden. Internationale Pflegefachpersonen und damit unsere Kolleg*innen sind zu einem festen Bestandteil unserer Teams geworden. Neben Pflegefachpersonen sind Operationstechnische Assistenten und Hebammen verschiedenster Nationen an die UMG gekommen. Unsere vielfältigen Teams sorgen für einen guten Austausch fachlicher Qualifikationen und sind somit ein Gewinn für alle Patient*innen und die Teams selbst. Wir freuen uns sehr, dass die Arbeit der pflegerischen Teams mit der Auszeichnung „Best Places to Work for international Nurses in Germany“ gewürdigt wird.“

Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg

Maria-Vanessa Ebert, Pflegedienstleiterin im Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Das zeigt, dass sich unsere internationalen Pflegefachkräfte hier sehr wohlfühlen. Wir haben ein spezielles Integrationsprogramm entwickelt. Wir kümmern uns um die internationalen Pflegefachkräfte vom ersten Tag an, holen sie zum Beispiel vom Flughafen ab, helfen bei der Wohnungssuche und bei Behördengängen. Die Einarbeitung erfolgt in allen Bereichen langsam und gewissenhaft. Um uns ständig weiter zu verbessern, haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet. In dieser sind auch die internationalen Pflegfachkräfte integriert und daraus entstehende Vorschläge setzen wir zeitnah um.“

Universitätsklinikum Tübingen

Patrizia Prestifilippo Cirimbolo, Leitung Internationaler Pflege Pool (IPP), Universitätsklinikum Tübingen: „Wir haben erkannt, dass die Sprache der Schlüssel zur erfolgreichen Anerkennung als Pflegefachkraft ist, und dementsprechend unsere Vorbereitungskurse ausgerichtet. Wir freuen uns daher sehr, dass unsere Internationalen Pflegekräfte unser Haus für diese Auszeichnung nominiert haben. Unsere internationalen Mitarbeitenden zeigen so aktiv, dass sie das Universitätsklinikum Tübingen persönlich wertschätzen; das ehrt uns!“

Zur Person: Grace Lugert-Jose, Herausgeberin des neuen Siegels

Die interkulturelle Trainerin und Beraterin Grace Lugert-Jose aus Hamburg ist Herausgeberin des neuen Gütesiegels „Best Places to Work for International Nurses in Germany“. Die studierte Wirtschaftspsychologin hat sich auf gelungene Integration im Pflegebereich spezialisiert. Als gebürtige Filipina, die vor mehr als 23 Jahren mit ihrer Familie von den Philippinen nach Deutschland kam, weiß Grace Lugert-Jose, welche Herausforderungen Menschen aus anderen Kulturen hier in Deutschland erwarten. So kann sie schnell einen guten Draht zu ausländischen Fachkräften aufbauen und sowohl Krankenhäuser als auch Pflegeeinrichtungen in puncto Integration gut beraten. Mehr unter www.gracelugert.com

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